Montag, 16. Februar 2009

Aktivitäten des früheren und heutigen Bremerhavener Tourismuswerbers Hennig Goes werden im Weser-Kurier beleuchtet...

Der frühere und heutige Bremerhavener Tourismusförderer Hennig Goes schaffte es mit seinen Aktivitäten als Pensionär nun sogar bis in den Weser-Kurier - siehe die Ausgabe vom 16. Februar 2009.

Allerdings erfüllen sich die Hoffnungen auf eine positive Werbung für Bremerhaven zumindest an dieser Stelle nicht.

Wigbert Gerling wundert sich, dass "Konkurrenten, die womöglich auch Interesse an dem Job für das Bremerhaven-Blatt hatten, nicht zum Zuge kamen".

Sein Kommentar zum allzu nahtlosen Übergang: "Das, was da in Bremerhaven offenbar als völlig normal betrachtet wird, erinnert an ein 'nur schwer zu trennendes Fasergut'. So lautet die lexikalische Definition. Sie steht alphabetisch unter dem Buchstaben 'F', Stichwort 'Filz'." (Hervorhebung DK)

Freitag, 13. Februar 2009

Nordsee-Zeitung berichtet ausführlich über Vortrag eines profilierten Windenergie-Gegners...

Unter der Überschrift: "Experte: Teurer Strom aus Windkraft" berichtet die Nordsee-Zeitung am 13. Februar 2009 ausführlich über eine Veranstaltung, auf der Thomas Heinzow von der Forschungsstelle Nachhaltige Umweltentwicklung der Universität Hamburg referierte.

Wer Heinzows Argumentation genauer kennenlernen möchte, kann sich die Flipcharts für seinen Vortrag auf der BLS-Hauptversammlung ansehen.

Sein Fazit: Wenn man den CO2-Ausstoß verringern will, passiert das am besten durch "neue Kraftwerke".

Die sogenannten "erneuerbaren Energien" hätten "den geringsten Nutzen pro investierten (!) Euro in Bezug auf die CO2-Reduktionen".

Ähnlich argumentiert er in einem anderen Vortrag und hier in noch einem anderen und macht sich so einen Namen als "Windkraftgegner".

Heinzow scheint daher auch bei anderen Initiativen gegen die Windenergie ein beliebter Experte zu sein. So freut sich beispielsweise der "Watten-Rat Ost-Friesland" über Heinzows "kritische Bilanz" "in Zeiten des propagandistischen medialen Trommelfeuers für die Nutzung der Windkraft".

Die Forschungsstelle wird unter anderem von der Michael-Otto-Stiftung, der Zeit-Stiftung und der Volkswagenstiftung finanziell gefördert.

In der Nordsee-Zeitung wird auf die Aktivitäten des Referenten nicht weiter eingegangen, obwohl Heinzow laut NZ die irritierende These vertritt, dass es "keineswegs gesichert" sei, dass "die weitere Verbrennung von Kohle, Öl und Gas die Erderwärmung fördert". Heinzow bestreitet laut NZ auch, dass es einen belegbaren Trend zur Erwärmung auf der Erde gibt.

Auch das Sonntagsjournal bechäftigt sich nicht näher mit irgendwelchen Hintergründen.

Wer Kontrastmaterial sucht, kann beispielsweise einfach einmal in die Online-Ausgabe des Spiegel (unter dem Datum 15. Februar 2009) oder in die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 15. Februar 2009 hineinsehen...

Donnerstag, 12. Februar 2009

André Uzulis sucht neue Betätigungsfelder - Bis 2002 war er Lokalchef der Nordsee-Zeitung...

Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die Zeit, dass André Uzulis von 1998 bis 2002 als stellvertretender Chefredakteur und Lokalchef bei der Bremerhavener Nordsee-Zeitung tätig war.

Er wechselte dann in die Position des Chefredakteurs beim Nordkurier in Neubrandenburg, um dort in der Redaktion für einige Klarheiten zu sorgen.

Zur Zeit sucht Uzulis ein neues Betätigungsfeld, lässt sich der Webseite von Xing entnehmen.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Bremerhavener Hafentunnel soll kürzer und billiger werden, berichtet der Weser-Kurier...

Der Bremerhavener Hafentunnel zur Entlastung der Cherbourger Straße wird vom Bauressort des Bremer Senats gekappt, um ihn rund 30 Millionen Euro billiger zu machen. Das berichtet der Weser-Kurier in seiner Ausgabe vom 11. Februar 2009.

Deutlich gemacht wird dort, dass die von der Stadtverordnetenversammlung am 17. Dezember 2008 beschlossene Version mit 160 Millionen Euro Baukosten plus 30 Millionen Euro Planungskosten zu Buche schlagen wird.

Von der Bundesregierung zugesagt sind nur 100 Millionen Euro. Für die von Uwe Beckmeyer zusätzlich locker gemachten 20 Millionen Euro gibt es ebenso wenig eine verbindliche Zusage wie für die 15 Millionen, die von Logistik-Unternehmen aufgebrachten werden sollen. Wie die Lücke geschlossen werden soll, beantwortete die Stadtverordnetenversammlung nicht.

Dazu zitiert der Weser-Kurier Lothar Spielhoff, den Präsidenten des Bremer Rechnungshofs, mit den Worten: "Ich bin irritiert, dass Bremerhaven etwas beschließen kann, dessen Finanzierung noch völlig offen ist."

Die Vorschläge aus dem Bauressort zielen laut Weser-Kurier darauf, den Tunnel am östlichen Ausgang zu verkürzen und die Anbindung an die Cherbourger Straße mit einer Ampelanlage zu regeln. Der Verzicht auf dieses letzte Tunnelstück soll die Kosten um 30 Millionen Euro drücken.

Im Namen der Partei Die Linke kommentierte Walter Müller das vorläufige Bremer Stoppzeichen so: "Es wird Zeit, dass der Bremer Senat mit der niedersächsischen Landesregierung ins Gespräch kommt und für eine nachhaltige, auf die Bedürfnisse der Region zugeschnittene Hafenanbindung eintritt." Mit "überdimensionierten Fehlplanungen", so Müller, sei "längst zu viel Zeit und Geld verschwendet worden".

In der Nordsee-Zeitung war heute über die Bremer Tunnelvariante noch nichts zu lesen.

Montag, 9. Februar 2009

Die Wochenzeitung "der Freitag" - einmal keine journalistische Trockenübung im Sparkäfig...

Nachdem nun auch die Nordsee-Zeitung nach langen Verzögerungen ihre Internet-Präsenz erneuert hat (das Sonntagsjournal war damit schon etwas früher fertig), kann dies ein Anlass sein, einmal andere Internet-Aktivitäten zum Vergleich heranzuziehen.

Hier geht es beispielsweise zur Wochenzeitung "der Freitag".

"Der Freitag" präsentiert sich vollkommen verändert als "das Meinungsmedium" und setzt stark auf den Informations- und Meinungsaustausch im Internet. Anzumerken ist, dass die erste Ausgabe erst vor ein paar Tagen herausgekommen ist und dass noch nicht alle Vorbereitungen für das Internet in einer abschließenden Fassung erledigt sind.

Hans-Dieter Schütt lobte den Mut des neuen Verlegers Jakob Augstein. "Andernorts wird Journalismus mehr und mehr zur Trockenübung im Sparkäfig", notierte Schütt im ND vom 9. Februar 2009. "Hier dagegen sticht eine Redaktion in See." Sein Kommentar: "Kühn."

Schließlich wisse jeder Mittelmäßige, so Schütt, dass Aufbrüche zu neuen Ufern oft genug nichts als Gelegenheiten zum Schiffbruch sind. Die "Freitag"-Abenteurer aber seien trotzdem entschlossen zum Versuch - unter der Parole "Ich will es wissen!"

"Gottes Stellverlegerin" ist in der taz immer noch ein Anknüpfungspunkt für Leserbriefschreiber...

Zum taz-Artikel über "Gottes Stellverlegerin" und den "fragwürdigen Rauswurf bei der Nordsee-Zeitung" (taz vom 5. Juni 2008) melden sich trotz des langen zeitlichen Abstands immer wieder noch einmal wieder Leserbriefschreiber.

Die Seite kann hier direkt angeklickt werden.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Bremerhavener Magistrat mit PR-Meldung über angeblich "weltweites Lob" für die Havenwelten - Kuriose Hintergründe...

Am 23. Januar 2009 meldete der Bremerhavener Magistrat stolz, den "Havenwelten" sei "weltweites Lob" zuteil geworden. Außerdem sei ihnen der "Architektur-Oscar" verliehen worden.

Und außerdem habe auch noch die Zeitschrift "Baukultur" das Bremerhavener Tourismusprojekt auf vier Seiten ausführlich vorgestellt. Der laut Magistrat "programmatische Titel" hieß "Zukunftsweisende Stadtentwicklung in Bremerhaven".

Das sieht nach viel Lob von außen aus, und da lohnt sich vielleicht ein genaueres Hinsehen statt eines bloßen Nachplapperns der Magistratspressemitteilung.

Zum "Baukultur"-Artikel lässt sich ohne Probleme herausfinden, dass der Text keinesfalls eine Wertung der Redaktion darstellt, denn die hatte mit der Formulierung des Beitrags gar nichts weiter zu tun. Der Text stammt nämlich aus der Bremerhavener Bewerbung für den Deutschen Städtepreis und wurde von BEAN-Chef Dr. Alfred Lüneburg eigenhändig noch ein wenig eingekürzt. Drei weitere Teile sollen folgen, aus derselben Quelle.

Die Veröffentlichung in der Zeitschrift "Baukultur" stellt also nicht - wie der Magistrat behauptet - einen Beleg dafür dar, dass "die Gestaltung der Havenwelten auch in deutschen Fachkreisen Beachtung findet". Es handelt sich um eine reine PR-Veröffentlichung, die zudem in Teilen auch noch reichlich übertrieben und verdreht daherkommt.

Und wer beispielsweise über Google nach dem so bedeutenden "Architektur-Oscar" sucht, findet an allererster Stelle das Bremerhavener Eigenlob des Magistrats. Ansonsten scheint dieser Preis international keine so überragend große Rolle zu spielen.

Verliehen werden die "International Architecture Awards" tatsächlich vom Chicago Athenaeum. Wer ihn haben möchte, kann sich darum bewerben, indem er sein Projekt ausführlich vorstellt und 300 Euro pro Projekt als "application fee" überweist.

Bremerhaven kommt dort als einer von insgesamt 114 Preisen (!) vor (es müsste geprüft werden, ob das möglicherweise sogar alle sind, die sich beworben haben) - unter dem Stichwort "Old / New Harbour Bremerhaven".

Als Architekten des Bremerhavener Großprojekts steht dort "Latz + Partner". Bisher wurde dieses Büro in Bremerhaven noch nicht als die Architekten der Havenwelten bekannt, weil sie nach den vorliegenden Informationen nur für die Freiraumplanung zuständig waren.

Eine Anfrage zur genauen Rolle von Latz + Partner wurde am 26. Januar 2009 von der BEAN an die BIS-Wirtschaftsförderungsgesellschaft weitergeleitet und blieb bis heute (4. Februar 2009) unbeantwortet.

Die Nordsee-Zeitung fasste die Pressemitteilung des Magistrats in ihrer Ausgabe vom 24. Januar 2009 zusammen, ohne auf Hintergründe einzugehen.